– ABOUT –

Adriano Mannino

Als Philosoph, freier Journalist und NGO-Mitgründer versuche ich einen Beitrag zur Beantwortung sogenannt „entscheidender Fragen“ zu leisten. Entscheidend sind Fragen dann, wenn sie die Ausrichtung unseres individuellen und gesellschaftlichen Lebens drastisch beeinflussen. Dieser Ansatz schlägt sich nieder in den Praxisfragen: Was sind die ethisch-politischen Prioritäten unserer Zeit? Und wie können wir unsere begrenzten Ressourcen effizient auf sie fokussieren?

Sie finden mich auch auf Twitter und Facebook. Für Presseanfragen, Vorträge und Beratungen (Spenden, Berufswahl, NGO-Strategie) können Sie mich gerne unter manninoadriano@gmail.com kontaktieren.

Medien

Entscheidende Fragen

Angenommen, Sie spazieren mit 500 Euro in der Tasche an einem Teich vorbei und bemerken, dass darin ein Kind ertrinkt. Springen Sie hinein, um das Kind zu retten, auch wenn Sie dafür das Geld opfern müssen? Die meisten von uns halten die Rettung eines Lebens für viel wichtiger als 500 Euro, wenn sie das Geld nicht unbedingt brauchen und für Luxus ausgeben würden. Doch worin besteht dann der (moralisch hochrelevante?) Unterschied dazu, die 500 oder 5000 Luxus-Euro auf unserem Konto nicht an Organisationen zu spenden, die nachweislich Leben retten? Man kann die Leben, die aufgrund einer ausbleibenden Spende nicht gerettet werden, ökonomisch mittlerweile solide beziffern…

Wir würden Hunde nicht für unser (Gaumen-)Vergnügen millionenfach einsperren und töten. Schweine sind aber mindestens so intelligent wie Hunde: Sie hören auf ihre Namen, können mehr Kommandos lernen und mit Spiegeln umgehen. Was die Leidensfähigkeit angeht, stehen Schweine Hunden – ja vermutlich auch uns Menschen – nicht nach. Worin bestehen die Unterschiede hier? Und können wir wirklich begründet glauben, sie seien derart relevant? Was sagt eine verantwortungsbewusste Risikoepistemologie und -ethik zu Entscheidsituationen dieser Art?

Das sind lediglich zwei thematische Beispiele für richtungsweisende Fragen. Wir können uns ihnen nicht entziehen, denn man kann die zugehörigen Praxisfragen nicht nicht-entscheiden. Falsche Antworten könnten einer Katastrophe gleichkommen. Deshalb ist kritisch-offenes, rationales und evidenzbasiertes Denken unerlässlich. Um Fragen dieser Art theoretisch und praktisch anzugehen, habe ich 2012 die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) mitgegründet und während vier Jahren präsidiert. Im Dezember 2016 habe ich das Präsidium abgegeben (und bin seither nicht mehr für die Stiftung und ihre Projekte tätig), so dass ich mich der Forschungsarbeit widmen kann.

– ORGANISATIONEN –

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Die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) sucht nach wissenschaftlich fundierten Antworten auf ethische Fragen unserer Zeit. Der Effektive Altruismus ist ihr Leitkonzept: Wie können wir unsere limitierten Ressourcen einsetzen, um möglichst viel unnötiges Leid zu verhindern? Die EAS bringt diesen Aspekt ethischen Handelns in gesellschaftliche Debatten ein, initiiert politische Projekte, unterstützt Forschungsgruppen und bietet Spenden- und Berufsberatung an.

Vorlesung: „Wie man mit wissenschaftlichem Denken 10’000 Leben rettet“ (ETH Zürich):

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Gleiches Leid sollte gleichermaßen zählen, unabhängig davon, wer betroffen ist. Deshalb setzt sich Sentience Politics für eine Gesellschaft ein, in der alle empfindungsfähigen Wesen moralische Berücksichtigung finden. Die nicht-menschlichen Tiere werden aktuell wie Waren behandelt – nicht wie Individuen, denen im Prinzip auch Grundrechte auf Leben und Unversehrtheit zustehen. Sentience Politics erarbeitet wissenschaftliche Positionspapiere und stößt mit politischen Initiativen gesellschaftlichen Wandel an.

Vorlesung: „Effective Altruism for All Sentient Beings“ (Universität Basel):

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Raising for Effective Giving (REG) vereint Berufsleute aus verschiedenen Branchen, die ihren ethischen Impact maximieren wollen. Dazu verpflichten sie sich, einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens an nachweislich effektive Organisationen zu spenden. Bekannt wurde REG insbesondere in der Pokerwelt, wo das Projekt über 200 professionelle Pokerspieler – darunter Pokerweltmeister Martin Jacobson – als Mitglieder gewinnen konnte.

Präsentation zu REG anlässlich der Gründungsveranstaltung: