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Adriano Mannino

Als Philosoph, Autor und NGO-Mitgründer besteht mein Ziel darin, entscheidende Fragen theoretisch und praktisch anzugehen. Entscheidend sind Fragen dann, wenn die Antworten, die wir auf sie geben, die Richtung unseres individuellen und gesellschaftlichen Lebens massiv beeinflusst. Aktuell schreibe ich an einem Buch, das diese Fragen in den Blick nimmt: Was sind die wichtigsten ethisch-politischen Prioritäten unserer Zeit? Und wie können wir unsere begrenzten Ressourcen maximal effektiv auf diese fokussieren?

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Für Presseanfragen können Sie mich gerne unter manninoadriano@gmail.com kontaktieren.

Entscheidende Fragen unserer Zeit

Angenommen wir spazieren mit 500 Dollar in der Tasche an einem See vorbei, als wir bemerken, dass darin ein Kind ertrinkt. Waten wir in den See, um das Kind zu retten – auch wenn wir dafür das Geld opfern müssen? Für die meisten von uns ist die Rettung eines Lebens wichtiger als 500 Dollar. Aber worin besteht dann der Unterschied dazu, die 500 Dollar auf unserem Konto (nicht) an Organisationen zu spenden, die nachweislich Leben retten?

Wir würden Hunde nicht für unser (Gaumen-)Vergnügen massenhaft einsperren und töten. Schweine sind aber mindestens genauso intelligent wie Hunde: Sie hören auf ihre Namen, können mehr Kommandos lernen und können mit Spiegeln umgehen. Sie sind auch intelligenter als manche Menschen. – Worin besteht der Unterschied hier?

Angenommen unser Bewusstsein wird auf einen nicht-biologischen, digitalen Träger kopiert und wir behalten unsere Intelligenz und unser Empfindungsvermögen. Fragen der persönlichen Identität einmal beiseite gelassen: Sollte diese neue Version von uns moralisch berücksichtigt werden? Diese Wissenschaftler/innen denken das und glauben, dass wir gerade die Technologien entwickeln, eine riesige Zahl solcher künstlichen Gehirne zu schaffen. – Wenn schon nur eine kleine Wahrscheinlichkeit besteht, dass sie recht haben, sollten wir dann nicht alarmiert sein?

Das sind lediglich drei Beispiele solcher entscheidenden Fragen, denen wir uns nicht entziehen können. Denn man kann nicht nicht-entscheiden. Und sie falsch zu beantworten, könnte fatale Folgen haben. Deshalb ist kritisches, evidenzbasiertes Denken unerlässlich. Um diese Fragen theoretisch und praktisch anzugehen, habe ich 2013 die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) mitgegründet und während drei Jahren präsidiert. Im Dezember 2016 habe ich das Präsidium abgegeben (und bin seither nicht mehr für die Stiftung und ihre Projekte tätig), so dass ich mich ganz der Schreibarbeit sowie der Gründung weiterer Projekte zur effektiven Leidminderung widmen kann.

Aktuelles

Kürzlich war ich in der Sternstunde Philosophie zu Gast und sprach mit Barbara Bleisch über Humanismus heute:

– ORGANISATIONEN –

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Die Stiftung für Effektiven Altruismus (EAS) sucht nach wissenschaftlich fundierten Antworten auf die ethischen Fragen unserer Zeit. Der Effektive Altruismus (EA) ist das Leitkonzept der Stiftung: Wie können wir unsere limitierten Ressourcen einsetzen, um so viel Leid wie möglich zu verhindern? Die EAS bringt diese Perspektive in gesellschaftliche Debatten ein und lanciert Projekte, um gezielt an konkreten Problemen zu arbeiten. Außerdem berät sie zu Spenden und ethischer Berufswahl.

EA-Vorlesung “Wie man mit wissenschaftlichem Denken 10’000 Leben rettet” an der ETH Zürich:

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Gleiches Leid sollte gleichermaßen zählen, egal, wer davon betroffen ist – auch nichtmenschliche Tiere. Deshalb setzt sich Sentience Politics als antispeziesistische Denkfabrik für eine Gesellschaft ein, in der alle empfindungsfähigen Wesen moralische Berücksichtigung finden – unabhängig von Herkunft, Geschlecht, Spezies und anderen willkürlichen Eigenschaften. Sentience Politics erarbeitet dafür wissenschaftlich fundierte Positionspapiere und stößt mitpolitischen Initiativen gesellschaftlichen Wandel an.

Vorlesung “Effective Altruism for All Sentient Beings” an der Universität Basel:

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Raising for Effective Giving (REG) vereint Profis aus verschiedenen Branchen, die ihren positiven Impact auf die Welt maximieren wollen. Dazu verpflichten sie sich, einen gewissen Prozentsatz ihres Einkommens an nachweislich effektive Organisationen zu spenden. Bekannt wurde REG in der Pokerwelt, wo es über 200 professionelle Pokerspieler – darunter Pokerweltmeister Martin Jacobson – als Mitglieder gewinnen konnte.

Präsentation zu Raising for Effective Giving (REG) anlässlich der Gründungsveranstaltung:

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Das Foundational Research Institute (FRI) untersucht, wie Gewalt und Leid in der Zukunft der Menschheit am besten verhindert werden können. Denn Szenarien wie die Kolonisierung des Weltraums und die Entwicklung künstlicher Superintelligenz bergen das Risiko für ein enormes Ausmaß von zukünftigem Leid. Durch die Verknüpfung verschiedener Disziplinen wie Informatik, Mathematik und Philosophie erforscht das Institut robuste Strategien, um mögliche dystopische Zukunftsszenarien zu verhindern.

Vortrag “How Artificial Intelligence (AI) Makes Philosophy Honest” an der Five Worlds Collide-Konferenz in Wien: